Werwesen (Lykanthropen) sind in nahezu allen Kulturen beheimatet. Es gibt Wertiger in Indien, Werleoparden in Afrika, Werbären in Asien und Russland. Der bekannteste Mythos ist wohl der Glaube an den Werwolf im westlichen Kulturkreis.
Die Verwandlung eines Menschen in einen Werwolf (Wolfsmenschen) wird als Lykanthropie bezeichnet. Gestaltwandlungen zwischen Mensch und Tier im allgemeinen werden unter dem Begriff Therianthropie (z. B. in Raubtiere wie Bären, Löwen oder Leoparden) zusammengefasst.
Ursprung des Werwolfs-Glaubens:
Im alten Griechenland gab es die Sage von König Lykaon von Arkadien, der wegen Opferung seines Kindes von Zeus in einen Wolf verwandelt wurde.
Werwölfe sind ein Teil der Geschichte des Menschen in allen Facetten.
In vielen Kulturen werden sie als Zauberwesen mit übernatürlichen Kräften und als Mittler zwischen der Welt der Menschen und Tiere gesehen. In der Abendländischen Tradition sind sie aber jedoch fast nur als Ausgeburt des Teufels und als Wesen des Bösen bekannt. Neben dem Teufel ist der Werwolf wohl der Dienstälteste "Bösewicht", den die Welt kennt. So ziehen sich aber die Überlieferungen über Jahrhunderte hinweg bis in unsere heutige Zeit.
Nach dem Volksglauben verwandelt sich ein Mensch vorübergehend bei Vollmond in einen Wolf.
Als blutrünstige Bestie fällt er wahllos über seine Opfer her, tötet oder verschlingt sie. Kommt sein Opfer nur mit einer Verletzung davon, wird es ebenfalls zum Werwolf.
Es sein denn, der Fluch wird gebannt, indem der Verursacher vor dem nächsten Vollmond getötet wird.
Die Vernichtung eines Werwolfes kann angeblich nur durch silberne Waffen und Projektile erfolgen.
Nur die Reinheit dieses Metalls soll ihnen Schmerz zufügen können, sie schwächen und sogar töten.
