Der Minotaurus ist ein stierköpfiges Ungeheuer der griechischen Mythologie, das sich von Menschenfleisch ernährt. Er hauste in einem Labyrinth, wo ihm kriegsgefangene Jünglinge geopfert wurden. Theseus drang später in dieses Labyrinth ein und erschlug den Minotaurus.
Der Legende nach ist der Minotaurus so entstanden:
Minos, ein Sohn des Zeus, der auf dem vom Meer umgebenen Kreta wohnte, bat seinen Onkel, den Meeresgott Poseidon, ihm zur Festigung seiner Königswürde und zur Abschreckung eventueller Thronanwärter ein Wunder zu gewähren. Er solle einen weißen Stier aus dem Meer emporsteigen lassen, später wolle er ihn dem Gotte auch opfern. Poseidon ließ daraufhin einen Stier aus dem Wasser steigen. Kretas König fand den Stier jedoch derart schön, dass er ihn in seine Herde aufnahm und statt dessen ein minderwertigeres Tier opferte.
Poseidon ergrimmte und verfluchte Minos' Frau Pasiphaë, die sich daraufhin in den Stier verliebte. Sie ließ sich von Daidalos ein hölzernes Kuhgestell bauen und eine Kuhhaut darüberspannen, um dann in dieses Gestell zu kriechen und sich in diesem mit dem weißen Stier zu vereinigen. Aus dieser Vereinigung ging der Minotaurus hervor, eine Gestalt mit menschlichem Körper und dem Kopf eines Stieres.
