Kerberos

Kerberos (in deutsch auch Zerberus = "Dämon der Grube") ist in der griechischen Mythologie der Höllenhund und Torhüter, der den Eingang zur Unterwelt bewacht. Er wurde von dem Titaten Typhon und Echidna gezeugt, seine Geschwister sind Chimaira, Hydra und Sphinx. Er lässt jeden in die Welt der Toten hinein, allerdings niemanden mehr hinaus in die Welt der Lebenden.

Kerberos wurde zunächst einköpfig, später dreiköpfig oder sogar fünfzigköpfig dargestellt. Orpheus schaffte es den Kerberos mit seinem Gesang zu besänftigen. Psyche und Aeneas konnten den Kerberos mit Honigkuchen besänftigen und schafften es so, ihre Reise durch die Unterwelt fortsetzen. Herakles hat den Höllenhund schlussendlich besiegt.

Interessant:
Als Zerberus bezeichnet man allgemein einen grimmigen Wächter, im besonderen ironisch einen „Vorzimmerdrachen“. Diese Metapher ist freilich insofern ungenau, als eine Chefsekretärin ja darauf aufpasst, dass niemand zu ihrem Chef hineingeht, während Kerberos darüber wachte, dass niemand den Hades verlassen konnte.

Auch in der modernen Literatur findet der dreiköpfige Höllenhund seinen Platz, z. B. bei Harry Potter in "Harry Potter und der Stein der Weisen". Auch hier bewacht er einen Zugang zu einem geheimen Versteck. Allerdings heißt der Höllenhund hier niedlicherweise "Fluffy".


Zeichnung von William Blake, 1825
(National Gallery of Victoria, Melbourne)
Das Werk ist gemeinfrei.


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