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Narwal ... wird auch als das Einhorn des Meeres bezeichnet ...

Der Narwal ist eine Art der Zahnwale. Zusammen mit dem nahe verwandten Weißwal bildet er die Familie der Gründelwale. Er bewohnt die eisigen Gewässer des Nordpolarmeeres bis zum Rande der Eisdecke. Oft findet man die Narwale in Gebieten mit offenem Wasser und Packeis, wo sie vor den Orcas Schutz suchen. Häufig sind sie auch im grönländischen Meer und in der Davis Street. Mit ihrem langen spiraligen Stoßzahn sind die Narwale leicht zu erkennen. Es handelt sich dabei um einen Eckzahn des Oberkiefers, der schraubenförmig gegen den Uhrzeigersinn gewunden die Oberlippe durchbricht´. Die Meeresbiologen sind immer noch unsicher, welchem Zweck der lange Stoßzahn dient, den der männliche Narwal trägt.

Der Stoßzahn (in Mythen auch als Horn bezeichnet, daher der Name: Einhorn des Meeres) bricht üblicherweise nur bei den Männchen durch die Oberlippe aus und kann bis zu 3 Meter lang und 8 bis 10 Kilogramm schwer werden kann. Der Stoßzahn dient in erster Linie dem Imponiergehabe der Männchen und wird beim Kampf um die Weibchen eingesetzt. Da der Stoßzahn größtenteils hohl ist, bricht es leicht ab. Etwa jeder dritte Narwal verliert den Stoßzahn früher oder später im Kampf. Wegen dieses Stoßzahns wurde der Narwal früher stark bejagt. Als Horn des mystischen Einhorns wurde es an Abergläubische verkauft und zu allerlei verarbeitet.

Abgesehen von dem Stoßzahn ähnelt der Körper der Narwale stark den des Belugas: Ebenso wie der Weißwal besitzt der Narwal eine wulstige Stirn mit einem ausgeprägten Schnabel. Die Haut ist fleckig. Die Seiten sind mit grauen und schwarzbraunen Flecken gesprenkelt. Ältere Tiere sind meist heller gefärbt als jüngere. Die Fluke ist auf einzigartige Weise konvex gebogen, wodurch es den Anschein hat, dass sie verkehrt herum angewachsen ist. Die Narwale weisen zudem keine Rückenfinne auf, sondern lediglich eine leichten Buckel. Sie ziehen in Gruppen von bis zu 25 Tieren umher, zu Wanderzeiten können sie sich jedoch zu Hunderten oder Tausenden sammeln. Sie schwimmen dann sehr schnell und tauchen und springen gleichzeitig. Männchen und Weibchen mit ihren Jungen bilden getrennte Gruppen. Wie die Belugas verfügen auch die Narwale über ein großes Spektrum an Lauten. Forscher haben festgestellt, dass jedes einzelne Individuum charakteristische Geräusche von sich gibt und somit über seine Rufe identifiziert werden kann.

Narwale ernähren sich von einigen Fischarten, Tintenfischen und Krebstieren, die sie durch den von den kräftigen Lippen und der Zunge erzeugten Sog regelrecht „in den Mund saugen“. Das gleichzeitige Vorkommen von Narwalen und Weißwalen in derselben Region ist sehr selten und wird natürlicherweise durch unterschiedliche Sommer- und Wintergründe vermieden.

Narwalbild: © Andreas Meyer - Fotolia.com